Begriffserklärung

Hier finden Sie einige Begriffe zum Thema Hospiz erklärt...

Hospiz

kommt vom lateinischen Wort "hospitium" - "Herberge"

Man kann zwischen stationärem und ambulantem Hospiz unterscheiden. Stationäre Hospize sind kleine Einrichtungen mit wenigen Betten zur Versorgung und Begleitung sterbender Menschen durch speziell ausgebildetes Personal. Beim ambulanten Hospiz hingegen, kommt der ehrenamtlich tätige Hospizhelfer zum Patienten nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung.

Ausführliche Informationen zur Geschichte und Entstehung der Hospizbewegung finden Sie in unserer Rubrik "Geschichte"

Palliativmedizin

"Palliativ" kommt vom lateinischen Wort "palliare" -
"mit einem Mantel umhüllen“

Und genau so umhüllend und beschützend bemüht sich der Palliativmediziner und sein Team um den sterbenden Menschen. Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, für die das Hauptziel der Begleitung die Lebensqualität ist.

Ziel der Palliativmedizin ist es, eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum Tod zu erhalten, d.h. die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. In der Palliativmedizin steht der unheilbar kranke Patient und seine Angehörigen im Mittelpunkt. Dazu gehört die Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden körperlicher, psychologischer und spiritueller Art. Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Luftnot, Verstopfung, Juckreiz, Unruhe, Angst oder Mundtrockenheit zu lindern, ist das Ziel des Palliativmediziners. Er sieht den Patienten in seiner Ganzheit und nimmt sich Zeit für ihn und seine Angehörigen.

Palliativmediziner finden Sie als Ärzte in niedergelassenen Praxen, auf Palliativstationen im Krankenhaus oder in Palliativ-Care-Teams (siehe auch Begriff SAPV).

SAPV

„Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung“

Seit 2007 regelt ein Bundesgesetz, dass jedem todkranken Patienten eine spezielle Betreuung zu Hause möglich sein muss.

Seit dieser Zeit kann jeder Patient, dessen Erkrankung austherapiert ist und der nur noch eine begrenzte Lebenserwartung hat, nach seinem Wunsch einen ungewollten Krankenhausaufenthalt vermeiden.

Die Versorgung des Patienten zu Hause übernimmt das Palliativ-Care-Team. Es besteht aus Palliativärzten und Pflegekräften. Es ist 24 Stunden im Einsatz. Der Palliativarzt behandelt nicht die Krankheit. Sein Ziel ist die Linderung belastender Symptome. Das Team unterstützt den Patienten und die Angehörigen auch in kritischen Situationen. Die bisherige Versorgung durch den Pflegedienst und den Hausarzt muss nicht abgebrochen werden.

So wird dazu beigetragen, dass Menschen die extrem unter den Symptomen ihrer Krankheit leiden, dennoch zu Hause bleiben können. In Verbindung mit einer Hospizbegleiterin, die auch die Angehörigen entlastet, kann so dem sterbenden Menschen ein Krankenhausaufenthalt, wenn erwünscht, erspart bleiben.

Genauso kann das Team Patienten auch in stationären Pflegeeinrichtungen oder im Hospiz versorgen.

Für den Kreis Ludwigsburg besteht eine Anlaufstelle im Ludwigsburger Krankenhaus.

So erreicht man die SAPV Geschäftsstelle und Koordination:
Posilipostr.4
71640 Ludwigsburg
Tel.07141-99-60430
Telefax:07141-99-60438
E-Mail: 
lb.palliative-care-team@kliniken-lb.de

www.pct-landkreis-ludwigsburg.de

Geschäftszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr.

Meistens wird dort auch die Kostenübernahme direkt mit der Krankenkasse geregelt. Alternativ kann auch der behandelnde Arzt die Antragstellung bei der Krankenkasse übernehmen.